Praxisguide
Ein ausfuehrlicher Erfahrungsbericht darueber, warum ich Gruendern Bigin by Zoho und Zoho Sign empfehle – und wo die Grenzen liegen. Mit konkreten Einrichtungstipps, einem ehrlichen CRM-Vergleich und allem, was du wissen musst, bevor du dich entscheidest.
Von Niels Przybilla · Aktualisiert: Februar 2026 · Lesezeit: ca. 15 Minuten
Ich arbeite seit mehreren Jahren als Zoho-Berater. In dieser Zeit habe ich dutzende CRM-Systeme eingerichtet, verglichen und fuer Kunden implementiert – von Salesforce ueber HubSpot bis hin zu Nischenprodukten, von denen die meisten noch nie gehoert haben. Wenn mich heute jemand fragt, der gerade gruendet und ein CRM sucht, das nichts kostet und trotzdem funktioniert, dann empfehle ich eine bestimmte Kombination. Aber bevor ich dir sage welche, lass mich kurz erklaeren, warum ueberhaupt.
Die meisten Gruender, die ich treffe, haben kein CRM. Nicht weil sie es nicht wollen, sondern weil sie denken, es lohne sich noch nicht. Das Team ist klein, die Kundenliste ueberschaubar, und irgendwie funktioniert ja alles auch so. Mit Excel. Mit Notizen. Mit dem Gedaechtnis.
Das stimmt – bis es nicht mehr stimmt. Und den Moment, in dem es kippt, verpasst man meistens. Es ist nicht der eine grosse verlorene Deal. Es sind die vielen kleinen Dinge, die sich summieren: die Mail, die man haette beantworten sollen. Der Kontakt von der Messe letzte Woche, dessen Visitenkarte irgendwo in der Jackentasche steckt. Das Angebot, das man vor zehn Tagen verschickt hat und bei dem man vergessen hat nachzufassen.
Ich sage das nicht, um Angst zu machen. Ich sage das, weil ich es bei fast jedem Startup sehe, das ich berate. Der Vertrieb ist ein blinder Fleck – nicht aus Nachlassigkeit, sondern aus Zeitmangel. Gruender haben hundert Baustellen gleichzeitig. Ein CRM einrichten steht da selten oben auf der Liste.
Genau deshalb muss es einfach sein. Und kostenlos. Und in fuenf Minuten startklar. Sonst passiert es nie.
Bigin ist das kleine CRM aus dem Zoho-Universum. Zoho selbst ist ein Software-Unternehmen mit ueber 55 Business-Anwendungen – vom vollstaendigen ERP-System bis zur Buchhaltung, vom Helpdesk bis zum Website-Builder. Zoho CRM, das grosse Flaggschiff, ist ein maechtiges Werkzeug mit hunderten Funktionen, das eher fuer mittelstaendische Unternehmen und groessere Sales-Teams gedacht ist.
Bigin ist das genaue Gegenteil davon. Es ist bewusst reduziert. Nicht im Sinne von „beschnitten“ oder „kastriert“, sondern im Sinne von: Alles, was du als Gruender nicht brauchst, wurde weggelassen. Was uebrig bleibt, ist ein CRM, das du ohne Anleitung verstehst, das in Minuten eingerichtet ist und das sich nicht anfuehlt wie Enterprise-Software, die man auf drei Bildschirmen gleichzeitig bedienen muss.
Ich nutze fuer die Erklaerung gerne eine Analogie: Wenn Salesforce ein Airbus A380 ist – riesig, leistungsfaehig, braucht eine Crew von 20 Leuten – dann ist Bigin ein Segelflugzeug. Leicht, wendig, du bist in Minuten in der Luft. Und fuer die Strecken, die du als Gruender zuruecklegst, voellig ausreichend.
Damit das nicht abstrakt bleibt, hier ganz konkret, was du mit Bigin machen kannst und was nicht:
Kontakte zentral verwalten. Du hast einen Ort fuer alle deine Geschaeftskontakte. Personen, Unternehmen, die Beziehung zwischen beiden. Jeder Kontakt hat eine Chronik: wann hast du zuletzt gesprochen, welche Mails wurden ausgetauscht, welche Deals sind offen. Das klingt banal, aber es ist der fundamentale Unterschied zu einer Excel-Tabelle. In Excel hast du Daten. In einem CRM hast du Kontext.
Sales-Pipeline visualisieren. Bigin zeigt dir deine Deals in einem Kanban-Board – aehnlich wie Trello, nur speziell fuer Vertrieb. Du definierst Phasen (zum Beispiel „Erstkontakt“, „Demo vereinbart“, „Angebot verschickt“, „Verhandlung“, „Gewonnen“) und schiebst jeden Deal von links nach rechts. Auf einen Blick siehst du, wie viele Deals in welcher Phase stecken und wo es hakt. Fuer mich ist das allein schon den Einsatz wert. Die meisten Gruender haben keine Ahnung, wie ihre Pipeline aussieht, weil sie sie nie visualisiert haben.
Telefonieren direkt aus dem CRM. Das ist ein Feature, das mich bei Bigin ehrlich ueberrascht hat – vor allem im kostenlosen Plan. Du klickst auf eine Telefonnummer, Bigin waehlt, und der Anruf wird automatisch im Kontaktverlauf gespeichert. Wenn jemand zurueckruft, siehst du die Kontaktkarte, bevor du abnimmst. Bei HubSpot Free gibt es das nicht. Bei Pipedrive kostet es extra. Bei Bigin ist es einfach dabei.
Leads automatisch erfassen. Du erstellst ein Webformular (dauert zwei Minuten) und bindest es auf deiner Website ein. Jede Anfrage landet als neuer Kontakt in Bigin. Kein Copy-Paste, kein manuelles Abtippen, keine verlorenen Anfragen im Posteingang.
Einfache Automationen. Im kostenlosen Plan bekommst du drei Workflows. Das klingt nach wenig, reicht aber fuer die wichtigsten Automatisierungen: zum Beispiel eine Erinnerungs-Mail drei Tage nach dem Versand eines Angebots. Oder eine Benachrichtigung, wenn ein Deal laenger als eine Woche in derselben Phase steckt. Diese kleinen Automationen sparen ueberraschend viel mentale Last.
Terminbuchung. Du teilst einen Link, der Interessent waehlt einen freien Slot, der Termin erscheint in deinem Kalender. Schluss mit dem E-Mail-Ping-Pong ueber verfuegbare Zeiten.
Screenshot: Bigin Pipeline-Ansicht
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Die Kanban-Pipeline in Bigin – Deals per Drag & Drop von Phase zu Phase schieben.
Ich will hier ehrlich sein, weil mir nichts mehr auf die Nerven geht als Artikel, die ein Produkt in den Himmel loben, ohne die Schwaechen zu nennen.
Komplexes Reporting. Bigin hat grundlegende Berichte, aber wenn du tiefgehende Sales-Analytics brauchst – Conversion-Rates pro Vertriebsmitarbeiter, Kohortenanalysen, Custom-Dashboards mit 20 Widgets – dann wirst du frueher oder spaeter an Grenzen stossen. Fuer den Anfang reicht es, aber es ist kein Replacement fuer ein BI-Tool.
Mehr als eine Pipeline im Free-Plan. Du bekommst eine Pipeline. Fuer die meisten Gruender ist das kein Problem – du hast einen Vertriebsprozess und der reicht. Aber wenn du parallel mehrere Geschaeftsbereiche mit unterschiedlichen Pipelines verwalten willst, brauchst du den Express-Plan (7 Euro pro Monat).
Massenhafter E-Mail-Versand. Bigin ist kein Mailchimp. Du kannst E-Mails an einzelne Kontakte senden und einfache Templates nutzen, aber fuer Newsletter-Kampagnen an hunderte Empfaenger brauchst du ein separates Tool (zum Beispiel Zoho Campaigns oder Mailchimp).
Hochkomplexe Automationen. Mit drei Workflows kommst du weit, aber wenn du mehrstufige, bedingte Automatisierungsketten brauchst, wird es eng. Das ist aber auch typisch fuer jedes kostenlose CRM – diese Funktionen sitzen hinter der Paywall, und das ist auch nachvollziehbar.
Unterm Strich: Fuer ein Startup in den ersten ein bis zwei Jahren ist der Funktionsumfang von Bigin Free mehr als ausreichend. Die Einschraenkungen betreffen Dinge, die du erst brauchst, wenn dein Vertrieb deutlich komplexer wird – und dann hast du vermutlich auch das Budget fuer ein Upgrade.
Du willst dir Bigin selbst ansehen? Hier kannst du einen kostenlosen Account erstellen – dauert unter zwei Minuten, keine Kreditkarte noetig.
Jetzt kommt der Teil, den die meisten Gruender nicht auf dem Schirm haben. Und ich verstehe warum: Wenn man an ein CRM denkt, denkt man an Kontakte und Deals. Nicht an Vertraege und Unterschriften. Aber genau da verlieren viele Startups unnoetig Zeit und Geld.
Der typische Ablauf sieht so aus: Du hast einen Deal, der reif ist. Du erstellst ein Angebot oder einen Vertrag als PDF. Schickst ihn per Mail. Und dann wartest du. Der Kunde muss das Dokument oeffnen, ausdrucken, unterschreiben, einscannen und zurueckschicken. Falls er einen Drucker hat. Falls er einen Scanner hat. Falls er es nicht vergisst. Falls die Mail nicht im Spam landet.
Dieses PDF-Ping-Pong dauert in der Realitaet oft drei bis sieben Tage. Manchmal laenger. Und in dieser Zeit ist der Deal in der Schwebe. Du weisst nicht, ob der Kunde noch interessiert ist oder ob er in der Zwischenzeit ein anderes Angebot angenommen hat. Du sitzt da und wartest.
Zoho Sign loest dieses Problem elegant. Der Ablauf ist folgender:
Das Ganze dauert im besten Fall zwei Minuten. Im schlechtesten Fall ein paar Stunden, wenn der Empfaenger gerade nicht erreichbar ist. Aber es dauert keine Tage mehr. Und es gibt keinen Medienbruch – kein Drucker, kein Scanner, kein Briefumschlag.
Screenshot: Zoho Sign – Dokument zur Unterschrift vorbereiten
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So sieht es aus, wenn du in Zoho Sign die Signaturfelder per Drag & Drop platzierst.
Das ist die Frage, die ich am haeufigsten gestellt bekomme, also gehe ich hier bewusst ins Detail.
Elektronische Signaturen sind in der EU durch die eIDAS-Verordnung geregelt, die seit Juli 2016 in allen Mitgliedstaaten gilt. Die Verordnung unterscheidet drei Stufen:
Fuer Angebote, NDAs, Freelancer-Vertraege, Dienstleistungsvereinbarungen und die grosse Mehrheit aller B2B-Vertraege reicht die einfache oder fortgeschrittene Signatur. Und genau das bietet Zoho Sign. Wenn du dir unsicher bist, ob ein bestimmter Vertragstyp eine QES erfordert, frag deinen Anwalt – aber in der Praxis betrifft das die wenigsten Gruender in der Anfangsphase.
Was ich besonders schaetze: Der Audit-Trail. Jedes Dokument, das ueber Zoho Sign laeuft, wird mit einem detaillierten Protokoll versehen – wer hat wann die E-Mail geoeffnet, wann unterschrieben, von welcher IP-Adresse. Das ist nicht nur fuer die Rechtssicherheit relevant, sondern auch einfach praktisch, wenn mal jemand behauptet, er habe „den Vertrag nie gesehen“.
Im kostenlosen Plan bekommst du fuenf Dokumente pro Monat. Das reicht fuer den Start. Wenn es mehr werden, kostet der Standard-Plan zehn Euro monatlich – und dafuer bekommst du unbegrenzte Dokumente, Templates und erweiterte Funktionen. Fuer die meisten Startups wird der kostenlose Plan aber einige Monate reichen.
Zoho Sign ausprobieren? Hier geht es zur kostenlosen Registrierung – 5 Dokumente pro Monat inklusive.
Einzeln fuer sich sind beide Tools solide. Aber der eigentliche Grund, warum ich diese Kombination empfehle, ist das Zusammenspiel. Bigin und Zoho Sign sind Teil desselben Oekosystems und kommunizieren nativ miteinander – ohne Zapier, ohne Middleware, ohne API-Gefummel.
In der Praxis sieht das so aus:
Ein Interessent fuellt das Kontaktformular auf deiner Website aus. Bigin erstellt automatisch einen neuen Kontakt und einen Deal in deiner Pipeline. Du bekommst eine Push-Nachricht auf dem Handy. Am naechsten Morgen rufst du den Interessenten an – direkt aus Bigin, mit einem Klick auf die Telefonnummer. Das Gespraech laeuft gut, ihr werdet euch einig, du sollst ein Angebot schicken.
Du erstellst das Angebot (das kann Bigin nicht fuer dich tun – hier nutzt du Word, Google Docs oder was auch immer dein Werkzeug ist) und schickst es ueber Zoho Sign zur Unterschrift. Direkt aus dem Deal heraus, ohne Zoho Sign separat oeffnen zu muessen. Der Empfaenger bekommt die Mail, oeffnet den Link, unterschreibt auf dem Handy in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit.
Sobald die Unterschrift da ist, meldet Zoho Sign das an Bigin zurueck. Der Deal-Status aendert sich automatisch. Du bekommst eine Benachrichtigung: „Vertrag unterschrieben.“ Kein manuelles Nachfassen, kein „Hast du das Dokument schon gekriegt?“, kein Suchen in E-Mail-Ordnern.
Diesen Prozess einzurichten dauert vielleicht eine Stunde, wenn man sich zum ersten Mal damit beschaeftigt. Danach laeuft er. Deal fuer Deal. Automatisch.
Was mich daran am meisten beeindruckt: Dieser Workflow waere vor ein paar Jahren nur mit Tools moeglich gewesen, die zusammen mehrere hundert Euro im Monat gekostet haetten. Salesforce plus DocuSign plus Zapier als Kleber dazwischen – das sind schnell 200 bis 300 Euro monatlich. Hier kostet es nichts.
Video: Der komplette Workflow – vom Lead zur Unterschrift
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Loom-Walkthrough: So sieht der Ablauf von Bigin + Zoho Sign in der Praxis aus (ca. 5 Min.)
Beide Tools kostenlos testen: Bigin registrieren · Zoho Sign registrieren
Natuerlich hat das kostenlose Setup Grenzen. Du bekommst keine automatische Dokumentenerstellung aus Bigin heraus (dafuer brauchst du Zoho CRM, den grossen Bruder, oder ein Tool wie PandaDoc). Du bekommst keine mehrstufigen Genehmigungsprozesse. Aber fuer ein Startup, das gerade die ersten zehn oder zwanzig Deals pro Monat abschliesst? Mehr als genug.
Ich werde regelmaessig gefragt: „Warum nicht HubSpot? Warum nicht Pipedrive? Warum nicht einfach Salesforce?“ Faire Fragen. Hier meine ehrliche Einschaetzung – mit allen Nuancen, die ein einfacher Tabellenvergleich nicht einfangen kann.
Salesforce ist der unbestrittene Marktfuehrer im CRM-Bereich. Punkt. Wenn du ein Unternehmen mit 50 oder mehr Vertriebsmitarbeitern hast, einen dedizierten Salesforce-Admin beschaeftigst und komplexe Vertriebsprozesse mit dutzenden Automatisierungen abbilden musst, dann ist Salesforce vermutlich die richtige Wahl.
Fuer ein Startup mit drei Leuten? Absoluter Overkill. Die Essentials-Lizenz startet bei 25 Euro pro User und Monat, aber damit kommst du nicht weit – die meisten nuetzlichen Features sitzen im Professional-Plan bei 80 Euro pro User. Dazu kommt eine Implementierungszeit von Wochen bis Monaten und eine Lernkurve, die steil genug ist, um eine eigene Berufsbezeichnung zu rechtfertigen (Salesforce Admin ist tatsaechlich ein Vollzeitjob). Bigin einzurichten dauert fuenf Minuten. Ich uebertreibe nicht.
HubSpot hat eine grossartige Marketing-Abteilung. Der „Free CRM“-Plan wird aggressiv beworben und sieht auf dem Papier beeindruckend aus. In der Realitaet ist der Free-Plan im Wesentlichen eine Kontaktdatenbank mit grundlegendem Pipeline-Management. Keine Automationen. Keine integrierte Telefonie. Keine E-Signatur-Integration.
Und dann passiert etwas Interessantes: Du nutzt HubSpot Free ein paar Wochen, gewoehnst dich dran, und merkst, dass du Automationen brauchst. Oder bessere Berichte. Oder mehr als die sehr begrenzten Funktionen. Und ploetzlich schaust du dir den Starter-Plan an: 45 Euro im Monat. Der Professional-Plan – den du vermutlich frueher oder spaeter brauchst – kostet 800 Euro im Monat. Achthundert. Das ist das Geschaeftsmodell: Der Free-Plan ist die Einstiegsdroge.
Bei Bigin ist der Upgrade-Pfad sanfter. Wenn du mehr brauchst, zahlst du 7 Euro pro User und Monat. Nicht 45. Nicht 800.
Fairerweise: HubSpot hat ein besseres Marketing-Automatisierungs-Oekosystem. Wenn dein Schwerpunkt auf Inbound-Marketing liegt – Blogs, Landing Pages, E-Mail-Kampagnen – dann hat HubSpot Staerken, die Bigin nicht hat. Bigin ist ein Vertriebs-Tool, kein Marketing-Tool. Das sollte man nicht verwechseln.
Pipedrive ist ein CRM, das ich tatsaechlich gerne empfehle – fuer Teams, die Budget haben. Es ist intuitiv, hat ein exzellentes Pipeline-Management und guten Support. Aber: Es gibt keinen kostenlosen Plan. Der guenstigste startet bei 14 Euro pro User und Monat.
Fuer ein Startup mit null Budget ist Pipedrive deshalb keine Option. Wenn du aber 14 bis 24 Euro pro User ausgeben kannst und Bigin dir zu minimalistisch wird, ist Pipedrive ein logischer naechster Schritt. Die beiden Tools sind nicht wirklich Konkurrenten – sie bedienen unterschiedliche Phasen im Lebenszyklus eines Unternehmens.
| Kriterium | Bigin Free | Salesforce Essentials | HubSpot Free | Pipedrive Essential |
|---|---|---|---|---|
| Monatliche Kosten | 0 EUR | ab 25 EUR/User | 0 EUR | 14 EUR/User |
| Pipeline-Ansicht | Ja, 1 Pipeline | Ja, mehrere | Ja, 1 Pipeline | Ja, 1 Pipeline |
| Integrierte Telefonie | Ja | Aufpreis | Nein | Aufpreis |
| E-Signatur nativ | Ja (Zoho Sign) | Aufpreis (DocuSign) | Nein | Nein |
| Automationen | 3 Workflows | Umfangreich | Nicht im Free-Plan | Ab Advanced (34 EUR) |
| Einrichtungszeit | 5 Minuten | Wochen | 30 Minuten | 20 Minuten |
Die Tabelle zeigt die nackten Fakten. Was sie nicht zeigt: das Gefuehl, ein Tool zu benutzen. Und da ist Bigin erstaunlich angenehm. Es ist schnell, aufgeraeumt und macht nie den Eindruck, dich in ein Upgrade draengen zu wollen. Das mag subjektiv klingen, aber nach Jahren mit verschiedenen CRMs schaetze ich das mehr, als ich frueher gedacht haette.
Ich beschreibe hier den Prozess, wie ich ihn mit Kunden durchgehe. Es ist kein Hexenwerk, aber ein paar Hinweise sparen dir Versuch-und-Irrtum.
Schritt 1: Zoho-Account erstellen. Geh auf die Bigin-Registrierungsseite und erstelle einen Account mit deiner geschaeftlichen E-Mail-Adresse. Wichtig: Nutze keine Gmail- oder Yahoo-Adresse, wenn du es spaeter professionell nutzen willst. Ein Account mit deiner eigenen Domain (name@deinfirma.de) sieht nicht nur besser aus, sondern erleichtert spaeter auch die Einrichtung von E-Mail-Integrationen. Die Registrierung dauert unter zwei Minuten. Keine Kreditkarte, kein Haken.
Schritt 2: Pipeline konfigurieren. Nach der Anmeldung siehst du eine leere Pipeline mit Standard-Phasen. Benenne sie um, damit sie zu deinem Vertriebsprozess passen. Fuer die meisten Startups funktioniert eine Struktur wie: „Neuer Lead“ → „Kontakt aufgenommen“ → „Demo/Gespraech“ → „Angebot gesendet“ → „Verhandlung“ → „Gewonnen“ / „Verloren“. Das dauert fuenf Minuten und du kannst es jederzeit anpassen.
Schritt 3: Bestehende Kontakte importieren. Wenn du bereits eine Excel-Tabelle oder CSV-Datei mit Kontakten hast, importiere sie. Bigin hat einen brauchbaren Import-Assistenten, der die Spalten automatisch zuordnet. Tipp: Raeum deine Daten vorher auf. Doppelte Eintraege, veraltete E-Mail-Adressen und Kontakte ohne echten Bezug zu deinem Geschaeft – die willst du nicht in deinem neuen CRM haben. Lieber mit 50 sauberen Kontakten starten als mit 500 chaotischen.
Schritt 4: Webformular erstellen und einbinden. Geh in die Formular-Einstellungen, erstelle ein einfaches Kontaktformular (Name, E-Mail, Telefon, Nachricht) und binde den generierten HTML-Code auf deiner Website ein. Ab jetzt landen alle Anfragen automatisch als neue Leads in deiner Pipeline.
Schritt 5: Zoho Sign verbinden. Erstelle einen Zoho Sign Account (gleiche E-Mail-Adresse wie fuer Bigin, dann sind die Accounts automatisch verknuepft). In Bigin gehst du in die Integrationseinstellungen und aktivierst Zoho Sign. Ab sofort kannst du aus einem Deal heraus Dokumente zur Unterschrift senden.
Schritt 6: Erste Automation einrichten. Mein Favorit fuer den Anfang: Eine Erinnerung, wenn ein Deal laenger als fuenf Tage in der Phase „Angebot gesendet“ steckt. Das verhindert, dass Angebote stillschweigend versanden. In der Praxis ist dieses Follow-up der Unterschied zwischen einem abgeschlossenen Deal und einem verlorenen.
Insgesamt brauchst du fuer diese sechs Schritte ungefaehr eine Stunde, wenn du es zum ersten Mal machst. Beim zweiten Mal (ich richte das regelmaessig fuer Kunden ein) schaffe ich es in 20 Minuten. Es ist wirklich nicht kompliziert.
Video: Bigin + Zoho Sign einrichten – Live-Walkthrough
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Loom-Recording: Alle 6 Schritte live mitgemacht, von der Registrierung bis zur ersten Automation (ca. 8 Min.)
Screenshot: Deine fertige Pipeline nach der Einrichtung
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So sieht eine konfigurierte Bigin-Pipeline mit eigenen Phasen und ersten Deals aus.
Diese Fragen bekomme ich in Beratungsgespraechen immer wieder gestellt. Hier die Antworten ohne Drumherum:
Kein Trick. Der Free-Plan hat kein Ablaufdatum und wird nicht nach 30 Tagen automatisch kostenpflichtig. Zoho ist ein profitables Unternehmen mit ueber 15.000 Mitarbeitern, das seit 1996 existiert und bewusst kein Risikokapital angenommen hat. Die Strategie hinter dem Free-Plan ist einfach: Du sollst Bigin kennenlernen, dich dran gewoehnen und irgendwann – wenn dein Unternehmen waechst – auf einen Bezahlplan upgraden. Das ist ein legitimes Geschaeftsmodell und kein Abo-Falle-Schema.
Du kannst keine neuen Kontakte mehr anlegen, bis du entweder alte loeschst oder auf den Express-Plan upgradest (7 Euro pro User und Monat). In der Praxis erreichen die meisten Startups diese Grenze erst nach 8 bis 12 Monaten. Und 500 Kontakte sind wirklich Kontakte – also Personen und Unternehmen in deiner Datenbank, nicht E-Mails oder Interaktionen. Wenn du 500 aktive Geschaeftskontakte hast, laeuft dein Vertrieb vermutlich gut genug, um 7 Euro im Monat auszugeben.
Nein. Weder bei Bigin noch bei Zoho Sign. Du registrierst dich mit deiner E-Mail-Adresse und bestaetigen – das ist alles. Es werden keine Zahlungsinformationen abgefragt, und es gibt keine versteckte automatische Umstellung auf einen Bezahlplan.
Bigin und Zoho Sign sind Teil des gleichen Oekosystems. Wenn du beide mit derselben E-Mail-Adresse registrierst, sind sie automatisch verbunden. In Bigin aktivierst du unter Einstellungen > Integrationen die Zoho-Sign-Verbindung. Danach erscheint in jedem Deal ein Button, ueber den du Dokumente direkt zur Unterschrift senden kannst. Kein Zapier noetig, kein Code, keine API-Konfiguration. Es funktioniert einfach.
Ja. Zoho Sign entspricht der EU-weiten eIDAS-Verordnung. Fuer die allermeisten Geschaeftsvertraege – Angebote, NDAs, Freelancer-Vertraege, Dienstleistungsvereinbarungen – ist eine einfache elektronische Signatur ausreichend und rechtsgueltig. Nur fuer bestimmte Vertragstypen mit gesetzlichem Schriftformerfordernis (z.B. Arbeitsvertraege, Buergschaften) brauchst du eine qualifizierte elektronische Signatur. Im Zweifel klaere das mit deinem Anwalt – aber fuer 95 Prozent der Faelle, die ich in der Praxis sehe, reicht Zoho Sign vollkommen aus.
Ja. Zoho hat ein EU-Team mit deutschsprachigem Support per E-Mail, Chat und Telefon. Die Wissensdatenbank ist teilweise auf Deutsch verfuegbar. Im Free-Plan ist der Support auf Community-Foren und die Knowledge Base beschraenkt – aber ehrlich gesagt: Bei einem Tool, das so einfach aufgebaut ist wie Bigin, habe ich den Support in all den Jahren genau einmal gebraucht.
Ja. Bigin bietet einen CSV-Export fuer alle deine Kontakte, Deals und Aktivitaeten. Du bist nicht eingesperrt. Wenn du irgendwann zu Pipedrive, HubSpot oder Zoho CRM wechseln willst, kannst du deine Daten jederzeit mitnehmen. Kein Vendor Lock-in.
Registrierung: 2 Minuten. Pipeline einrichten: 3 Minuten. Ersten Deal anlegen: 1 Minute. In unter 10 Minuten hast du ein funktionierendes CRM. Wenn du zusaetzlich Kontakte importierst, ein Webformular einrichtest und Zoho Sign anbindest, rechne mit einer Stunde. Das ist die ehrliche Antwort – keine Marketing-Uebertreibung.
Ich berate seit Jahren Unternehmen bei der CRM-Auswahl und -Einrichtung. Und die groesste Lektion, die ich dabei gelernt habe, ist: Das perfekte CRM gibt es nicht. Es gibt nur das CRM, das du tatsaechlich benutzt.
Bigin ist nicht perfekt. Ich habe oben ausfuehrlich beschrieben, was es nicht kann. Aber es hat eine Eigenschaft, die in meinen Augen wichtiger ist als jedes Feature: Es steht dir nicht im Weg. Du meldest dich an, richtest in fuenf Minuten deine Pipeline ein und legst los. Kein dreitaegiges Onboarding. Kein Berater, der dir erst mal erklaert, wie das Tool funktioniert. Keine Lernkurve, die dich davon abhaelt, es tatsaechlich zu nutzen.
Die Kombination mit Zoho Sign macht das Paket rund. Du hast nicht nur einen Ort fuer deine Kontakte und Deals, sondern auch einen digitalen Weg, Vertraege zu unterschreiben – ohne Drucker, ohne Scanner, ohne Warten.
Ob das die richtige Loesung fuer dich ist, haengt von deiner Situation ab. Wenn du gerade gruendest, ein kleines Team hast und zum ersten Mal ueber ein CRM nachdenkst, dann wuerde ich sagen: Probier es aus. Es kostet nichts, es bindet dich an nichts, und wenn es nicht passt, hast du eine Stunde investiert. Nicht mehr.
Wenn du bereits ein CRM hast und damit zufrieden bist – grossartig, bleib dabei. Die beste Software ist die, die du kennst und nutzt.
Und wenn du dir unsicher bist: Fang an. Die groesste Huerde bei der CRM-Einfuehrung ist nicht die Tool-Auswahl. Es ist der erste Schritt. Und der war selten so niedrig wie bei Bigin.
Wenn du Bigin ausprobieren moechtest: Hier gehts zur kostenlosen Registrierung fuer Bigin. Und hier zur kostenlosen Registrierung fuer Zoho Sign.
Dieser Artikel stammt von Zophoria – wir sind eine auf Zoho spezialisierte Agentur aus Berlin. Kein anonymer Affiliate-Blog, kein Content-Farm-Artikel, der von jemandem geschrieben wurde, der das Produkt nie angefasst hat.
Wir arbeiten taeglich mit dem gesamten Zoho-Oekosystem. Wir richten Bigin ein, konfigurieren Zoho CRM fuer mittelstaendische Unternehmen, bauen Automatisierungen mit Zoho Flow und n8n, und verbinden die verschiedenen Zoho-Apps so miteinander, dass sie als ein zusammenhaengendes System funktionieren. Das ist unser Job. Jeden Tag.
Was uns von anderen Zoho-Partnern unterscheidet: Wir sind ehrlich. Wenn ein Tool nicht das Richtige fuer dich ist, sagen wir das. Wenn Bigin fuer deine Anforderungen zu klein wird, empfehlen wir dir Zoho CRM oder ein anderes System – und helfen dir beim Umstieg. Wir verdienen unser Geld nicht damit, dir etwas zu verkaufen, das du nicht brauchst, sondern damit, dir das Richtige einzurichten.
Unsere Kunden reichen von Solo-Gruendern, die zum ersten Mal ein CRM nutzen, bis hin zu Unternehmen mit 100+ Mitarbeitern, die ihre komplette Geschaeftsprozess-Landschaft digitalisieren. Die Gemeinsamkeit: Alle wollen Systeme, die funktionieren, ohne staendig daran herumschrauben zu muessen.
Wenn du Fragen hast – zu Bigin, zu Zoho allgemein, oder zu deinem Vertriebsprozess – meld dich. Wir beissen nicht.
Unser Angebot
Du kannst Bigin und Zoho Sign problemlos selbst einrichten – dieser Artikel gibt dir alles, was du dafuer brauchst. Aber wenn du keine Lust hast, dich alleine durchzuklicken, oder wenn du sicherstellen willst, dass von Anfang an alles richtig sitzt, dann machen wir das zusammen.
Unser Basic Setup – 470 EUR (einmalig, netto):
In einer gemeinsamen Session richten wir Bigin und Zoho Sign mit dir ein. Nicht fuer dich, sondern mit dir – damit du hinterher weisst, wie alles funktioniert und es selbststaendig nutzen kannst.
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